Die "Prinzessin der Instrumente":

 Die Baldachinorgel

Seit dem Mittelalter wird die Orgel als die "Königin der Instrumente" bezeichnet. Als kleine Schwester der großen Kirchenorgel erfreute sich die Baldachinorgel in Renaissance und Frühbarock außerordentlicher Beliebtheit. Solistisch und beim Musizieren im Ensemble spielte sie zum Bankett, zum Tanz, im Konzert und bei Prozessionen auf.    

Das abgebildete Instrument wurde nach Vorbildern des 16. Jahrhunderts (Jenaz/Schweiz, Churburg Schluderns/Südtirol) von Martin Gust in Zusammenarbeit mit Georg Westenfelder (Pfeifen und Intonation) gebaut, um Musik der Renaissance und des Frühbarock in dem ihr angemessenen Klanggewand aufführen zu können. Mit seinen fünf Registern und zwei "Schnurrpfeifereien" beeindruckt die kleine Orgel durch die große Vielfalt ihrer Farben und Effekte.

Werke aus dem Robertsbridge Codex, dem Buxheimer Orgelbuch, Kompositionen von Paul Hofhaimer und seinen Zeitgenossen, von Jan Pieterszoon Sweelinck, Samuel Scheidt, John Bull, Girolamo Frescobaldi und vielen anderen erfahren auf diesem Instrument überzeugende und lebendige Interpretationen.

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